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Inselpoet Robert Dennerlein:

BAP: „vum dunnerde Lääve“

oder „soll das alles gewesen sein“

 

Nu wos kumma

 

Es kann doch nu ned alles gloffn sei,

des bissla Feiern und Kinnergschrei,

do sollerd doch nu wos kumma.

 

Grackerd und gschaffd,

a bissla Geld gmachd.

Obends in Fernsecher laafn lassn

bis mer schnarchd,

do misserd doch a weng mehr

drinn sei in dem Spiel,

do sollerd doch

nu wos kumma

 

Bissla Fussball, an Urlaub,

a Festla mehr, Bergkerwa,

Annafest, Altstadtfest

villeichd des Walberla nu,

dazu des Greiz midn Greiz,

do sollerd doch

nu wos kumma.

 

Ehrlich, wo bleibd die Freid?

Bloß schaffn, rackern und dann

in die Kisdn nei.

Des solls dann gwesn sei, des scheene Lebn?

Do sollerd doch

nu wos kumma.

 

Villeicht a nimmer so oft

des Lebn bloß oglodzen

und dabei wardn,

dass der die ganze Gschichd

aufn Kopf fälld!

Do muss doch wos kumma!

 

A boor knotzerde Zeitn,

viel Regenbögn dazu,

20, besser 30 Summer noch,

Ruh und Zeit und vill Freid.

Des kennersd dann gwesn sei,

des schöne Lebn midm Lebn,

dann bräucherd a nix mehr kumma.

 

 

 

© Robert Dennerlein

Gelesen am 10. 05. 2012 in Nürnberg, im Konsulat von Chronos Somnium

 

 

Gedicht aus dem Buch: "Solcha und Solcha"