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Inselpoet Robert Dennerlein:

Du Leben

 

 

Du Leben

reiss dei Arm auf

lass me weich falln

wenne widder amol abstürz.

 

Du Leben

gib mer Mut und Freid

Regen derschnubbern, Sonna fühln,

dich in ganzn Dooch tief drinna spürn.

Bloß nu dich Leben hörn, sehgn,

fühln, riechn,schmeckn

und vielleichd dazu

dich an klaan Moment versteh könna.

 

Du Leben

hob nu so vill vor

will nu Farbn lesn

will nu Wasser hörn

will nu Wolken kostn

will nu so oft widder Kind sei

will nu so oft Erwachsn wern

will nu oft lachn und greina

will mich nu oft über dich wundern

oft über dich rätseln, sinniern

und mit dir in die Nächd

nei tanzn kenna.

 

Du Leben

mach me froh, mach me traurig,

mach me stark, mach me schwach,

mach me alt, mach me jung,

obber lassme des alles a spürn.

 

Durchwach a die Dunkelheit mit mir

zeig mir grod dann die grelln Farbn

bunda und kunderbunda

bis der Himmel widder mit uns lachd.

 

Du Leben mach dei Arm auf

und hald me

wenne widder amol davo fliech.

 

Du liebes Leben bleib bei mir.

 

 

 

 

© Robert Dennerlein

Gelesen am 10. 05. 2012 in Nürnberg, im Konsulat von Chronos Somnium

 

 

Gedicht aus dem Buch: "Solcha und Solcha"