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Fiona, Traumsammlerin und ihr Hund Ayla

 

Lange war ich auf der Suche. Was ich suchte, wusste ich nicht genau, nur dass mir etwas fehlte, war mir klar. Schon als Kind hatte ich die Fähigkeit, Energiefelder zu erspüren und zu sehen. Wenn sich Menschen stritten sah ich ein tiefes Blau, wenn sie glücklich waren, war die Welt für mich golden. Nachts träumte ich wilde Träume, die mich als Kind sehr ängstigten. Bis ich entdeckte, dass nicht alle Träume meine eigenen waren, dass ich auch die Träume von anderen wahrnehmen konnte. Nicht immer waren es glückliche Träume. Ich musste lernen, nicht alle Träume an mich heranzulassen. Doch ich wurde immer unzufriedener.  

 

Als meine Freundin Mila mir erzählte, sie wolle sich auf einer Trauminsel niederlassen, bat ich sie, mir doch recht bald zu schreiben, wie es ihr dort erginge. Ich erhielt ziemlich viele Briefe von Mila, jeder war noch euphorischer als der vorhergehende. Weihnachten 2011 besuchte ich sie auf Chronos Somnium. Noch nie hatte ich mich so wohlgefühlt. Die ganze Insel war golden für mich. Nachts ließ ich Träume wieder an mich heran. Jeder Traum war so einzigartig, dass ich hoffte ihn nie zu vergessen. Und es war auch so. Ich konnte mir alle Träume merken. In meinem Kopf war Raum für jeden Traum, keiner ging verloren. Ich ging nur noch in meine alte Heimat zurück um meine Zelte dort abzubrechen und meinen Hündin Ayla zu holen.

 

Nun lebe ich auf der Insel. Tagsüber besuche ich all die Menschen, deren Träume ich nachts sehe. Die Geschichte der Insel interessiert mich sehr. Vor allem Regina, die Mystikerin hat es mir angetan. In Mundus Veritas, dem Kraftort, an dem sie mit ihren Reginninnen gelebt hat, spürte ich viele vergangene Träume. Regina scheint auch Träume gesammelt zu haben. Das brachte mich auf den Gedanken, ebenfalls Träume an Plätzen zu sammeln. Dies ist nicht überall möglich, aber meine Hündin Ayla hat die Fähigkeit, solche Orte aufzuspüren.

 

Kommen Neubürger auf die Insel helfe ich ihnen nun, ihre Vergangenheit zu klären, indem ich ihre Traumbilder an diesen Kraftorten wie ein Puzzle zusammensetze. So können sie Vergangenes zurücklassen. Dadurch wird ihr Wohlbefinden manifestiert. Die Kraftorte wandeln und verwandeln sich durch diese Manifestation und immer mehr Dinge werden sichtbar, die Erde öffnet sich. Auch Menschen, die schon länger auf der Insel leben, suchen mich immer dann auf, wenn sie Entscheidungen treffen wollen, deren sie sich nicht ganz sicher sind. Durch ihre Träume sehe ich ihre ureigensten Wünsche und kann ihnen bei ihren Entscheidungen helfen und trage so wiederum zu ihrem Wohlbefinden bei. Mittlerweile sehe ich mich als Vermittlerin zwischen der Traumwelt und der Welt, die die Menschen selbst sehen.

 

Meine Suche ist hier zu Ende. Ich bin auf der Insel, weil ich hier meine Fähigkeit, Träume zu sammeln, leben kann. Ich helfe nicht nur anderen Menschen, ihr Wohlbefinden zu steigern, mir geht es auf der Insel so gut wie nie zuvor. Ich träume gerne, ich träume auf einer Trauminsel, auch für Sie.