Dr. p.g. Eleonora Woodpecker • Fachmagazin Corsair now • 04.April 2011

Chronos Somnium


Was ist Chronos Somnium?

Chronos Somnium ist eine Insel. Gerüchten zufolge nutzte der gefürchtete Pirat Captain Black Red Eyes diese Insel von 1660 bis 1690 als Schlupfwinkel. Er soll Zeit seines Lebens große Schätze geraubt haben. Diese befänden sich noch immer in einer verborgenen unterirdischen Süßwasserhöhle auf Chronos Somnium.


Captain Black Red Eyes gab es ihn wirklich? Kann ein einziger Mensch so viele Schätze zusammenraffen wie man ihm nachsagt? Viele Wagemutige hat es immer wieder auf die Insel verschlagen, um ihr Glück zu versuchen, den sagenhaften Schatz zu finden. Es lassen sich Hinweise auf Kapitän Vaughn Ernest Potter, genannt Black Red Eyes, finden, der auf seiner Fregatte Seahawk die sieben Meere bereiste. Die Liste seiner Raubzüge ist unendlich lang. Weltweit gefürchtet seiner Grausamkeit und Raffgier wegen, entstand bald der Mythos vom unbezwingbaren Freibeuter.


Zeitzeugen berichten von Geisterschiffen, die immer wieder gefunden wurden. Die ganze Besatzung war geköpft worden und lag in ihrem Blut, der Kapitän am Besammast aufgespießt. Auf der Brust stand in Blut geschrieben: Seahawk. Ansonsten befand sich nichts mehr auf dem Schiff, alle beweglichen Güter waren entfernt worden. Die Überfälle häuften sich in der westindischen Passage. Dies führte dazu, dass sich kaum ein Schiff mehr durch diese Passage wagte. Die Handelbeziehungen der Anrainerstaaten brach daraufhin zusammen, die Auswirkungen für die Versorgung der Bevölkerungen war desaströs. Die Kriegsmarinen einiger Länder versuchten den erbarmungslosen Freibeuter der Meere, wie er auch genannt wurde, zu stellen. Kein Schiff kam zurück.


Im Jahre 1690 wurde an einem einsamen Strand in der Nähe eines Fischerdorfes ein Mann schwer verletzt angespült, der eine merkwürdige Geschichte von sich gab: Er sei Matrose auf dem Schoner Albatross gewesen, das sich 1689 aufmachte, um den gefürchtesten Piraten der Weltgeschichte zu fassen. Sie kreuzten vor der westindischen Passage. Die See war sehr stürmisch. Völlig unerwartet trat Windstille ein und die Seahawk kam aus dem Nichts neben die Albatross. Das darauffolgende Gemetzel sei unbeschreiblich gewesen. Die Piraten hatten ungewöhnliche Kräfte und bald lag die gesamte Mannschaft der Albatross tot in ihrem Blut. Er sei gleich zu Beginn vom Besammast getroffen worden und ohnmächtig in einen Korb gefallen und sei, von den Piraten unbemerkt, mit dem Korb mitgenommen worden. Aufgewacht sei er erst in einer Höhle. Die Piraten waren gerade dabei ihre Beute zu verstauen. Die Höhle war riesig. Beleuchtet wurde sie nur von Leuchtpunkten an der Decke. Die Höhle war über und über mit Kisten gefüllt. Einige waren zerbrochen, überall lagen Goldstücke, Edelsteine, Diamanten und anderes wertvolle Geschmeide, Königskronen und auch eine Tiara waren darunter. Stunden später konnte er sich aus der Höhle schleichen. Die Piraten feierten an einem Lagerfeuer. Nach und nach konnte er verstehen, dass er sich auf der Insel Chronos befand, dass er wirklich von dem berüchtigsten Piraten verschleppt worden war und dass dieser diese Insel als Lager für seine Schätze nutzte. Tagelang verstecke er sich vor den Piraten.

Eines Morgens war die Seahawk verschwunden. Diese Gelegenheit nutzte er, baute sich ein Floß und verstach in See, wohl wissend um die Gefährlichkeit einer Reise ins Unbekannte. Nach fünf Tagen war sein Proviant verbraucht und er litt große Qualen. Es schwanden ihm die Sinne, er glaubte ein letztes Stündlein habe geschlagen. In einer Fischerhütte erwachte er schließlich und erzählte seine Geschichte.Ob ihm die Fischer glaubten, ist nicht belegt. Doch der Matrose widmete fortan sein ganzes Leben der Suche nach der Insekl Chronos. Er hatte sich zwar einen Plan mit der Lage der Höhle gezeichnet, konnte die Lage der Insel naber nicht mehr nachvollziehen und starb 10 Jahre später völlig verarmt.